Wir haben Geschichte geschrieben, nicht nur in der Gasdetektion

Ausblick

...manchmal stellen wir uns vor, wie in einer nicht allzu fernen Zukunft, die ersten Besiedler des Mars eine Weltraumkamera finden, die dort seit 1971 liegt. Sie wundern sich, dass auf dieser Antiquität der gleiche Markenname steht wie auf der Anlage, die ihre Atemluftversorgung überwacht: Compur...










                                      2011

Die Phosgen Indikatorplakette MEDIC, entwickelt nach den neuesten Erkenntnissen der Arbeitsmedizin, setzt sich im Markt durch

 

 2010

Der Gasdetektor Statox 505 setzt Maßstäbe, was Zuverlässigkeit angeht. Er ist eines der ersten Gaswarnsysteme mit elektrochemischen Sensoren, das SIL 2 Standard erreicht.

 2004

2004 kommt der Statox 501 IR auf den Markt. Mit diesem Produkt deckt Compur Monitors nun auch den Bereich Infrarotmesstechnik ab. Auch dieses Produkt setzt Maßstäbe bezüglich Genauigkeit und Robustheit!

1999

Anfang 1999 bringt Compur Monitors den Statox 501 auf den Markt – eine Revolution auf dem Gebiet der Gasmesstechnik. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen benötigt dieses Produkt keinen Einschubrahmen. Damit reduziert sich der Systempreis erheblich und für die Montage braucht man nur noch wenige Minuten. Im Gedächtnis des Controllers sind Programme gespeichert, die die Signale aller CM- Messköpfe für brennbare und toxische Gase auswerten können. Hier hat die Zukunft begonnen!

1994 

Nach einem Jahr (1993-1994) unter der Obhut von Hartmann & Braun steht Compur Monitors seit 1.8.1994 als GmbH auf eigenen Füßen und entwickelt ihr Geschäft erfolgreich.

1984

Sechs Jahre später übernimmt Bayer Compur ganz. Der Bereich Compur Monitors, spezialisiert auf Gasmesstechnik, entsteht. In rascher Folge kommen neue, auch stationäre Gasmessgeräte auf den Markt. Ob in den Goldminen Australiens oder in der Kläranlage von Nandlstadt: Rund um den Globus vertrauen Menschen ihre Gesundheit den Produkten von Compur Monitors an.

70er Jahre

Umweltschutz ist ein neues Schlagwort in den 70er Jahren. Die Ingenieure der Bayer AG, die bisher nur Analysatoren für den Eigenbedarf entwickelt hatten, übertragen Know-how an Compur. Ende der 70er Jahre beginnt Compur Geräte zu bauen, die winzige Spuren von Gefahrstoffen in der Luft messen können. Herzstück dieser Geräte sind fast immer elektrochemische Sensoren, die, obwohl nur so groß wie ein Fingerhut, schon wenige Parts per Billion in der Luft messen können. Wieder setzt Compur technische Maßstäbe. Das erste Pocket-Gasmessgerät, das Monitox, erobert den Markt 1978.

1976

1976 beteiligt sich die Bayer AG zu 50 % an dem Unternehmen und steuert zahlreiche Ideen aus ihrer Ingenieurabteilung bei. Schnell entstehen weitere Produkte: Ein elektronisches Ampullenprüfgerät und zahlreiche Messgeräte für die medizinische Diagnostik sowie Miniphotometer für die Abwasserüberwachung (siehe Bild). Gleichzeitig wird der erste elektronische Anrufbeantworter, das Alibiphon, entwickelt. Die Firma heißt jetzt folgerichtig Compur Electronic.

1971

Bereits 1971 wird ein Vorläufer des Videorecorders entwickelt, die sogenannte Bildbetrachtungsmaschine. Kurz darauf kommt auch das Microtom auf den Markt, ein elektronisches Skalpell – damals eine Sensation.

1951

Sofort nach dem zweiten Weltkrieg beginnt auf Befehl des Besatzungsmacht der Wiederaufbau des Werkes unter kommissarischer Leitung. Bereits zur Zeit der Währungsreform 1948 läuft die Produktion auf Hochtouren. Jetzt werden überwiegend Kameraverschlüsse gefertigt. 1951 kommt der Synchro-Compur auf den Markt. Er wird für ein weiteres Vierteljahrhundert den Standard für Präzision in der Photographie setzen. Als ein Beweis dafür mag gelten, daß die ersten Kameras von Zeiss, die im Rahmen des Gemini-Programms Bilder aus dem Weltraum liefern, mit Verschlüssen nach dem Compur-Prinzip ausgestattet sind. Mitte der 50er Jahre erwirbt Zeiss das Compur Werk. Dies ist gleichbedeutend mit dem Einstieg ins Zeitalter der Elektronik.

Beginn des zweiten Weltkrieges  

Der Schwerpunkt verschiebt sich auf Präzisionsmessgeräte und Dieseleinspritzpumpen für die im Entstehen begriffene Automobilindustrie. Die Anzahl der Mitarbeiter steigt bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges auf 2.200. Während des Krieges muss die Fertigung auf kriegswichtige Güter umgestellt werden.

Erster Weltkrieg

Der Compur erfordert eine Fertigungspräzision, die mit marktüblichen Maschinen nicht erzielt werden kann. So beginnt Deckel mit dem Bau von Werkzeug- und Graviermaschinen. Zunächst für den Eigenbedarf. Nach dem ersten Weltkrieg werden als erstes gerade diese Maschinen auf der Leipziger Messe angeboten. Der Krieg hat den Markt für Kameraverschlüsse zum Erliegen gebracht. die Menschen haben andere Sorgen als Bilder zu machen.

1911

Das erste Produkt, das sich so gut verkauft, daß er das Werk auf Großserienfertigung umstellen kann, ist der Compur-Verschluss. Dieser Name ist bis heute in aller Welt als Markenzeichen für High-Tech-Produkte erfolgreich. Der Name entsteht aus der Kombination des Wortes „Compound“ für den Zentralverschluss und dem deutschen Wort „Uhr“, da dieser Verschluss mit ebensolcher Präzision ablief. Mit dem Wort Computer hat er natürlich nichts zu tun: Im Jahre 1911 ahnt noch niemand, dass es eines Tages elektronische Rechenmaschinen geben würde.

Jahrhundertwende

Gemeinsam mit Bruns bringt Deckel schon kurz nach der Jahrhundertwende den „Compound“- Verschluss auf den Markt. Dies ist der erste Zentralverschluss überhaupt – und damit der erste Kameraverschluss, der eine gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Bildfläche gewährleistet. Diese Technologie wird für lange Zeit führend sein. Erst in den 70er Jahren werden Filme angeboten, die eine höhere Toleranz gegenüber Fehlbelichtungen aufweisen, so daß nun billigere Verschlüsse den Markt erobern können. Die Photographie verdankt ihre rasante Entwicklung in den folgenden Jahren nicht zuletzt dem bodenständigen Marketing dieses Mechanikers, der überzeugt ist, daß sich der geschäftliche Erfolg von selbst einstellen wird, wenn man nur ein technisch überlegenes Produkt anbieten kann. Auf diesen Erfolg muss er allerdings noch einige Jahre warten.

1898

„Friedrich Deckel, Mechaniker“ steht auf dem Schild, das im Jahre 1898 ein junger Mechaniker an seiner Hinterhofwerkstatt in der Jahnstraße im Münchner Stadtteil Au anbringt. Er nimmt jede beliebige Reparatur entgegen, denn er braucht Geld. Während seiner Lehr- und Wanderjahre, die ihn nach seiner Lehre bei dem berühmten Ernst Abbé in der Versuchsabteilung von Zeiss Jena über Holland bis nach England geführt hatten, war der Wunsch gereift, selbst Produkte zu entwickeln und zu produzieren. Deckels Rückkehr fällt in eine Zeit, in der die Photographie beginnt auch Amateure zu begeistern. Die ersten „Reisekameras“ kommen auf den Markt – polierte Holzkästen mit Objektiv, in denen man mit lichtempfindlichem Material beschichtete Glasplatten belichten konnte. Die Schwachstelle dieser Apparate ist der Verschluss: Das lichtempfindliche Material wäre zwar schon empfindlich genug um Momentaufnahmen machen zu können, aber es gibt keine Möglichkeit, die Belichtungsdauer genau einzustellen. So ist das Ergebnis der photographischen Bemühungen doch eher zufällig.