Phosgen Indikatorplakette Medic

Phosgen ist bei Normaltemperaturen gasförmig und gilt als sehr gesundheitsschädlich. Dieses Gas hat einen sehr schlechten Ruf, weil es im ersten Weltkrieg zusammen mit Chlor als Kampfgas eingesetzt wurde. Viele von uns haben schreckliche Bilder von schwer verätzten Soldaten im Kopf, wenn die Vokabel Phosgen erwähnt wird.

Heutzutage ist Phosgen ein wichtiger Grundstoff in der chemischen Industrie. Es ist nicht untertrieben zu behaupten, dass unser heutiger Lifestyle ohne Materialien zu deren Herstellung es einer Phosgenierung bedarf, nicht denkbar wäre. Stellvertretend seien hier nur erwähnt: Zahlreiche Medikamente, Polyurethane (Schäume, Kleber, Farben, Isoliermaterialien, Polster) und Polycarbonate (CDs, mechanische Karosserieteile, Bedienelemente, Gehäuse)

Medic phancy

Selbstredend gelten bei der Herstellung und Verwendung von Phosgen allerhöchste Sicherheitsstandards. Phosgenanlagen werden rund um die Uhr von hochempfindlichen Messgeräten überwacht, so dass auch noch die allerkleinste Leckage noch entdeckt wird, bevor jemand zu Schaden kommen kann. Trotz all dieser Sicherheitsvorkehrungen kann niemand zur Gänze ausschließen, dass nicht doch einmal jemand exponiert wird. Selbst dies ist noch kein Beinbruch, da eine Phosgenintoxikation therapierbar ist – vorausgesetzt, der behandelnde Arzt hat genaue Informationen über die aufgenommene Dosis.

 Technische Daten  
Messgas  COCl2
 Messbereich  10 - 300 ppm * min
 Format  72 * 44 * 4 mm
 Material  PET, PE, Papier
 Farbwechsel  gelblich nach ziegelrot
 Betriebstemperatur  -20°C bis +40°C
 Feuchtebereich  rel. Feuchte 10 bis 100 %
 Nutzungsdauer  1 min bis 5 Tage ab Aktivierung
 Lagertemperatur  + 2°C bis 25°C


Im Unterschied zu allen anderen toxischen Gasen erzeugt eine Phosgenintoxikation nämlich keine unmittelbaren Symptome. Deshalb besteht die Gefahr, dass ein Mitarbeiter, der eine Exposition erfahren hat nicht ausreichend oder übertherapiert wird. Der Arzt muss daher unbedingt die die gesamte aufgenommene Dosis = Konzentration * Zeit kennen, um sich für die richtige Therapie zu entscheiden. Die Compur Indikatorplakette MEDIC zeigt genau dieses an. Sie verfärbt sich rot, und zwar umso intensiver je höher die Gesamtexposition ist. Die Plakette wird mit einem Farbstandard verglichen auf dem man exakt die Gesamtdosis Konzentration * Zeit in ppm * min abgelesen werden kann. Mit diesem Werkzeug – versehen mit dem Namen des Benutzers – hat der Arzt das nötige Wissen an der Hand, um dem exponierten Mitarbeiter gegebenenfalls die optimale Behandlung zukommen zu lassen.