Sind Gaswarngeräte explosionsgeschützt?

Gaswarngeräte von Compur Monitors sind stets explosionsgeschützt und verfügen über ATEX Zertifikate. Je nach Anwendung und zu messendem Gas finden unterschiedliche Konzepte Anwendung. Letztlich geht es ja darum, dass Gaswarngeräte in potenziell explosionsfähiger Atmosphäre installiert werden müssen. Da ist es sehr wichtig, dass sie nicht zur Zündquelle werden können. Eine Zündquelle kann sowohl ein Funke erzeugt durch elektrische Entladung oder statische Aufladung sein als auch einfach eine heiße Oberfläche, zum Beispiel ein Bauteil das sich erhitzt.

Eine Strategie ist die druckfeste Kapselung – Ex „d“. Bei dieser Methode wird das Gerät in ein Gehäuse eingebaut, das so stabil ist, dass eine Verpuffung im Innern nach außen keine Zündquelle darstellt. Dies stellt eine Herausforderung an den Konstrukteur dar: Schließlich muss das Gas zum Sensor gelangen, sonst kann es nicht gemessen werden. Meist trennt man das sensitive Element, das oft heiß ist wie zum Beispiel Wärmetönungssensoren durch eine Flammensperre von der Umgebung. Diese besteht meist aus Sintermetall. Dieses ist porös, so dass Messgas hindurchdiffundieren kann, hat aber eine so große Oberfläche, dass die Energie einer eventuellen Explosion im Innern abgeleitet wird, d. h. keine Zündung stattfinden kann.

Eine andere Strategie ist zum Beispiel die Auslegung der Elektronik in der Schutzart eigensicher, Ex „e“. Sie wird so energiesparend ausgelegt, dass kein Bauteil warm werden kann. Alle Kapazitäten und Induktivitäten werden so gering gehalten, dass keine Funken entstehen können.

Selbstverständlich muss die Eignung für den Einsatz in explosionsgefährdeter Atmosphäre von einer unabhängigen Institution geprüft und zertifiziert werden. Sogar die Fertigungsprozesse werden regelmäßig auditiert, um sicherzugehen, dass alle Anforderungen der ATEX Norm erfüllt sind.

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